Im Mai 2015 wurde in Gelterkinden unser neues Haupthaus mit 15 Wohnplätzen eröffnet. Nach und nach füllte sich das Haus mit Leben und Wohnlichkeit. Dank umfangreichen Umbauarbeiten stehen eine moderne Infrastruktur, Räume für den sozialen Austausch sowie Einzelzimmer als individueller Rückzugsort zur Verfügung. Trotz zeitgemässem Komfort hat das Haus seinen geschichtsträchtigen Charme des alten Landgasthofs nicht verloren. 

 

In unserer "alten Villa" in Liestal stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern sieben Zimmer zur Verfügung. Leicht versteckt zwischen Bäumen und Gebüschen sowie in keiner unmittelbaren Nähe zu Wohnhäusern ist das Haus Liestal der ideale Ort für Menschen, welche durch ihre Sucht kombiniert mit psychischen Erkrankungen Mühe haben, sich in der heutigen Gesellschaft einzugliedern. Die „alte Villa“ ist baufällig und eine Anpassung an die heutigen Sicherheitsbestimmungen für Heime lohnt sich nicht. Darum müssen wir das Haus per Ende 2016 räumen. Wir sind dem Hochbauamt, beziehungsweise den zuständigen Personen, aufrichtig dankbar, dass sie uns so lange die Möglichkeit gaben, die Liegenschaft zu nutzen. Damit beginnt für uns gleichzeitig die Suche nach einem ‚Ersatzhaus‘ an ähnlich isolierter Lage. Auch Menschen die durch alle sozialen Netze gefallen sind und für die sich die heutige Gesellschaft nicht mehr verantwortlich fühlt, weil sie ganz einfach anders, scheinbar komplizierter ‚getaktet‘ sind als wir ‚Normalen‘, die ihre Gedanken und Aktionen oft selber kaum verstehen, sollen ein Daheim haben. Wenn Sie, liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage, nicht wissen wohin mit Ihrem grossen Haus am Waldrand – rufen Sie mich an. ;-)

 

Für Bewohnerinnen und Bewohner die bereit sind ihren Alltag wieder vermehrt selber zu gestalten, besteht die Möglichkeit in einer kleineren Gruppe, bzw. alleine in einer externen Wohnform zu leben.13 KlientInnen leben zurzeit in einer Aussenwohngruppe zu vier oder zwei Personen. Die Wohnungen verfügen alle über Einzelzimmer sowie einen gemeinsamen Ess- und Wohnbereich. Drei Klient/innen sind in Einzelwohnungen untergebracht. Die Klientinnen und Klienten werden dabei weiterhin bedarfsgerecht vom Wohnheim Erzenberg begleitet. Es finden wöchentliche Haussitzungen in den Externaten statt.



Die interne Werkstatt wird auch als „Herzstück“ des Erzenberg-Konzepts bezeichnet. Eine sinnvolle und verbindliche Beschäftigung und Tagesstruktur werden als Grundvoraussetzung zur Verbesserung der Lebensqualität angesehen. Neben der Werkstatt in Gelterkinden können die Bewohnerinnen und Bewohner auch im Küchen- oder Reinigungsteam mitwirken oder einer externen Arbeit nachgehen.